musikliveÖsterreichische Musik

Im Jahr 2016 gegründet, präsentierten DRAMAS gleich mit ihrem Album-Erstling Nothing Is Permanent (2018) ein starkes, emotionales Debüt und landeten mit mehreren Single-Auskopplungen daraus Indie-Airplay-Hits quer durch Europa. In der Folge machten sich Viktoria Winter und Mario Wienerroither – der nebenbei mit seinen Musicless Musicvideos auf YouTube Millionen Menschen weltweit begeistert und damit sogar offiziell BBC-Preisträger ist – auch als aufregende Live-Band einen Namen. So überzeugten DRAMAS auf zahlreichen Festivals oder u.a. als hochkarätiger Tour-Support für den britischen Shootingstar Cosmo Sheldrake.

Dass mit DRAMAS auch langfristig international zu rechnen ist, unterstrich das Duo mit zahlreichen erfolgreichen Singles, die sie während der letzten drei Jahre veröffentlicht haben. So sorgten unter anderem ihr druckvoller Dauerbrenner Bloodbath, ihre aktuellste Indie-Hymne blah blah oder der letztjährige New Wave-Hit Undercover Dreamer europaweit auf über hundert Radiostationen für Furore.

Angetrieben von der Faszination für unbewusste Gegensätze und Widerstände, verpacken Viktoria Winter und Mario Wienerroither auch auf ihrem selbstbetitelten zweiten Album (2021) erneut das Aufeinanderprallen verschiedener Welten, Perspektiven und Emotionen in reduzierte, tief bewegende Musik.

What's so heavy on this mind? fragten DRAMAS einst in einem Song und zelebrieren bis heute konsequent das Nebeneinander dieser Gegensätze auch musikalisch mit ihrem ganz eigenständigen Sound. Wienerroither lässt dabei mit scheinbarer Leichtigkeit stilistische Zutaten aus verschiedenen Genres, cineastische Klangwelten, Synthesizer-, Electro-, Drum- und Percussion-Sounds mit Winters unverkennbarer Stimme zu einem noch größeren Ganzen verschmelzen. Für 2023 ist das dritte DRAMAS-Album angekündigt.

Foto: Tim Cavidini

musikÖsterreichische MusikLive musik

Songs zu schreiben ist für Toby Whyle eine Selbstverständlichkeit, im
Musikkosmos ist er seit langer Zeit ein bekanntes Gesicht. Neu ist aber
die Erkenntnis, dass Songwriting für ihn einer der wenigen Wege ist, die
grelle, schnelllebige Außenwelt auszublenden, zu verarbeiten.
Angetrieben von einem Verlangen, wieder etwas zu schaffen, zu kreieren,
fing er an, neue Songs zu schreiben. Und auf einmal war es wieder da,
dieses Gefühl die Zeit scheinbar anhalten zu können.

Auf diese Art schafft sich der Songwriter, Sänger und Gitarrist selber
Bewegungsfreiheit, gewinnt Abstand. “Jeder Song ist für mich ein leerer
Raum, und ich such mir selber aus, wie ich ihn einrichte. Manchmal ist
er komplett vollgeräumt, dann wieder fast leer.”, sagt Toby über seinen
Zugang zum Songwriting. Melodien zu finden, Texte zu schreiben ist für
ihn einfach seine Art, mit Situationen in denen er sich findet
umzugehen. Seine Songs wollen Menschen in verschiedensten Lebenslagen
abholen und inspirieren, weil sie von seiner Seite ebenfalls aus
unterschiedlichen Befindlichkeiten kommen.

Eine zentrale Rolle spielt für ihn dabei Ästhetik und Qualität: vom
Songwriting über die Produktion bis hin zur visuellen Komponente ist es
sein Anspruch, hochwertige und besondere Musik zu schaffen, die Menschen
mitreißt und begeistert, die eine gewisse Energie transportiert, ein
bestimmtes Gefühl vermittelt.

Photo: Irina Gavrich

musikÖsterreichische MusikLive musik

Die beiden Künstlerinnen Lisa Hofmaninger und Judith Schwarz, die seit einigen Jahren sehr erfolgreich zusammenarbeiten, widmen sich der Urform des Aufeinandertreffens orientalischer Klänge. Ähnlich wie bei den traditionellen Davul-Zurna-Ensembles, die im gesamten orientalischen Raum verbreitet sind, treffen "Blasen" und "Schlagen" aufeinander: Vor dem Hintergrund einer Architektur der fernöstlichen Vergangenheit finden Sopransaxophon und Schlagzeug, Bassklarinette und Schlitztrommel in den zeitgenössischen Dialog und die außergewöhnliche Interpretation der beiden Musiker.

Das Ausgangsmaterial für das gemeinsame Erklingen der Musiker sind eigene Kompositionen, Stimmungsbilder und Geschichten, die jedoch immer auf die Akustik und Atmosphäre des Ortes abgestimmt sind. Die Verliebtheit in den Klang und die kindliche Freude am Experimentieren mit den Instrumenten bilden die Essenz dieses Ensembles, das den Zuhörer letztlich in seinen Bann ziehen soll.

Fotocredits: Michele Yves Pauty

musikÖsterreichische Musik

Hinter Matte/Glossy verbirgt sich Violeta, eine ehemalige Punksängerin mit klassischer Gesangsausbildung, die 2017 in Wien Matte/Glossy mit der Absicht gründet, das Produzieren von Popsongs in Eigenregie zu lernen. selbst zu produzieren. Sie bietet den zeitgenössischen Prototyp einer Selfmade-Musikerin, die im und produziert in ihrem Schlafzimmer. Sie kreiert fremdartige Popsongs, kurz und unvorhersehbar, in denen alle Protagonisten von der Lyrik ihrer Stimme getragen werden, umgeben von Schichten von Harmonien und Dissonanzen.

Foto Credits: Lucia Pugena

musikÖsterreichische MusikLive musik

Da wo die klassischen Ideen des Indie-Rock-Revivals an kommerzielle Grenzen stoßen, fangen SIAMESE ELEPHANTSan ihr eigenes Süppchen zu kochen. Gewürzt mit Reminiszenzen an Garage-Rock, Funk, Discound den besten Momenten britischer Bandgrößen der 2000er, machen die vier Wiener Gitarrenmusik ohne Schnickschnack –dafür aber mit viel Authentizität und einer Lust am Unkonventionellen.Dieses Denken und Tunbrachte den vier Jungs mittlerweile nicht nur heimische Erfolge ein, sondern auchinternationaleRadiochartplatzierungen und Konzerte von Paris bis hin zum renommierten Reeperbahnfestival in Hamburg.Die millionfachgestreamte Single „Dancing in the City“ ihrer EP „About Astronauts“(2019) sorgte für gespannte Ohren, als die BandihrDebut-Albummit der Welt teilte.„What Happened At The Social Club?“(2021)ist eine nicht ganz unironische Verhandlung des Status Quo, in dem eine Generation zwischen Instagram und Optimierungswahn festhängt.Dabeischaffen Siamese Elephantsihren eigenen Sound in gleichem Maße konsistent und abenteuerlustig zu gestalten, vermählen verspielt die Vergangenheit mit einem skeptischen Blick auf die Zukunft.(Text by Seayou Records & Reeperbahnfestival)
Bild: Julia Elzea