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Weil es schwer war, Menschen zu finden, die über ihre Erkrankung sprechen wollten, hat Lisa Isabella Grabner ihre eigene Geschichte zum Thema gemacht: MEINE KOMPLETT ANDERE WELT – DIAGNOSE: PARAONIDE SCHIZOPHRENIE ist ein einfühlsamer und mutiger Film. Mit OKTO-Moderatorin Katharina Obermayer spricht die Filmemacherin um 20:00 Uhr im Rahmen der Sendereihe OKTOFOKUS über Vorurteile, den Umgang mit der Krankheit und natürlich über den Dokumentarstreifen. Um 20:30 Uhr ist der 73-minütige Film dann in voller Länge zu sehen.

„Ich bin 21 als ich nach meiner ersten Psychose in der Klinik erwache. Die Diagnose: paranoide Schizophrenie. Ein für mich mit großer Scham behafteter Einriss. Heute, neun Jahre später, lebe ich in Wien, studiere, arbeite, liebe – und blicke zurück“, sagt die Absolventin der Filmakademie Wien und leidenschaftliche Editorin über ihr Projekt.

Und weiter: „Dieser intime dokumentarische Film erzählt von meinem Weg mit der Erkrankung, weil ich mich nicht mehr hinter meiner Scham verstecken möchte. Er zeigt meinen Kampf mit der Scham und Ängsten, mit Rückfällen und Selbstzweifeln – aber auch meine Kraft, nicht aufzugeben. Mit der Unterstützung von meiner Familie, guten Therapeut:innen, Medikamenten und Aufklärung. Reenactments und Animationen machen meine Innenwelt der Psychose sichtbar, Interviews mit Expertinnen erweitern den Blick.“

MEINE KOMPLETT ANDERE WELT – DIAGNOSE: PARAONIDE SCHIZOPHRENIE ist Film über das Leben mit einer psychischen Erkrankung – ein leiser, eindringlicher Blick auf Krankheit und Heilung jenseits von Klischees und Pathologie. Es geht um die Macht von Sprache, von Beziehung, von Wissen und um die Hoffnung, dass aus dem Bruch etwas Neues wachsen kann.

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Der Dokumentarstreifen ECHOS VON TSCHERNOBYL – DEN UNBEUGSAMEN GEWIDMET wählt eine ungewöhnliche Perspektive auf das Unerklärbare: Der 55-minütige Film erzählt die Geschichte von zwei Fotografen und einem Sounddesigner, die die Katastrophe von Tschernobyl unmittelbar miterlebt und dokumentiert haben. Die Handlung des Films ist von ihren Erzählungen und Fotografien getragen. Die Produktion dieser Hommage an mutige Medienarbeiter wurde auch für Regisseurin Lana Delaroche zur Herausforderung, wie sie im Gespräch mit dem Drehbuchautor und Dramaturg Robert Buchschwenter im OKTOSKOP-Gespräch berichtet.

Ursprünglich war Produktion auf Deutsch, Englisch und Russisch mit englischen Untertiteln als Film über den legendären ukrainischen Fotografen Igor Kostin konzipiert. Doch das Projekt nahm eine unerwartete Wendung, als Kostin am Abend vor Beginn der Dreharbeiten tödlich verunglückte. Als die Produktionsfirma ausstieg, zog die Filmemacherin das Projekt in sprichwörtlicher Eigenregie durch. Gedreht vor dem Krieg, erhält der Film heute eine neue Dringlichkeit: Einer der Protagonisten ist inzwischen verstorben, andere sind seit der Eskalation des Krieges nicht mehr erreichbar.

Entstanden ist ein intimes Zeitzeugnis über Fotografie als Beweis, über Nähe zum Unfassbaren und über Stimmen, die nicht verloren gehen dürfen. Der Film verbindet persönliche Erinnerungen, eindringliche Bilder und eine präzise Klanggestaltung; ergänzt durch Landschaften und Tierwelt der Zone als stille Gegenbewegung zur Zerstörung.

Lana Delaroche ist u.a. Regisseurin des Dokumentarfilms SUNDAY IN STRASBOURG über ukrainische Zwangsarbeiter:innen aus dem Donbass im so genannten „Dritten Reich“, der erfolgreich auf zahlreichen Festivals lief und u. a. im Metro Kinokulturhaus Wien gezeigt wurde. Bewusst stellt sie dieses filmische Dokument, das sie mit eigenen Mitteln produziert hat, dem gemeinnützigen Community TV zur Verfügung.

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Bereits am 2. April hat Österreich seine natürlichen Ressourcen für das gesamte Jahr 2026 aufgebraucht. Das Community TV nimmt dieses schwerwiegende Datum zum Anlass, das außergewöhnliche filmische Dokument SPARSCHWEIN in der Sendereihe OKTOSKOP auszustrahlen. Im Anschluss spricht der Drehbuchautor und Dramaturg Robert Buchschwenter mit dem Filmemacher Christoph Schwarz unter anderem über seine feine selbstironische Klinge und sein Spiel mit der Wahrheit. SPARSCHWEIN wurde 2024 mit dem HOFER KRITIKER PREIS ausgezeichnet und war auf zahlreichen internationalen Filmfestivals vertreten.

Synopsis: Filmemacher Christoph Schwarz tritt für das Fernsehformat STREIKJAHRE in einen Geldstreik. Als kapitalismuskritischer Einstieg in Klimaaktivismus und einmalige Gelegenheit kauft er sich heimlich um das Filmbudget ein langersehntes Wochenendhaus. Christoph rettet Lebensmittel aus der Tonne, baut in einem Wiener Kreisverkehr Erdäpfel und in einem Cabrio Kräuter an und blockiert Autobahnbaustellen. Das Problem, mit einem Geldstreik selbst Geld verdient zu haben, ist allerdings nicht so leicht loszuwerden.

Weitere Infos, Bildmaterial, Trailer, Presskit, Rezensionen und eine Liste der bisherigen Screenings finden sich auf der Website des Films: https://christophschwarz.net/portfolio/sparschwein/

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Kommendes Wochenende gibt es drei gute Gründe für ein Patschenkino mit OKTO: Der filmische Essay WALKING ON SUNSET von George W. Arnhoff portraitiert am Samstag, den 21. März 2026 um 20:05 Uhr außergewöhnliche Menschen am berühmten Boulevard von Los Angeles. Ebenfalls am Samstag, den 21. März 2026 um 21:05 Uhr wird Regisseur Fritz Aigner selbst zum Protagonisten seiner THE MORGENSTERN & BOYD TRILOGY. Am Sonntag, den 22. März 2026 um 20:00 Uhr spielt die Sendereihe OKTOSKOP den bosnischen Film GYM als TV-Premiere und bringt ein Gespräch mit Regisseur Srđan Vuletić. Eine Gruppe von Männern versucht mit einem idiotischen Plan ihr Catering-Unternehmen zu retten, nachdem sich die Inhaber:innen getrennt haben.

WALKING ON SUNSET (OmU)
Der filmischer Essay von George W. Arnhoff (heute George W. Thomas) zeigt Menschen entlang des Sunset Boulevards in Los Angeles und deren individuelle Aura, unter ihnen verschiedene Künstler:innen, ein alternder Autor und Fernsehstar, eine Tänzerin oder eine Bondage-Artistin. Das Arthouse Movie erkundet die Stadt und die kalifornische Wüste bis zum Pazifik. 2005 war die Kino-Premiere im Wiener Filmcasino und im gleichen Jahr ging der Film auch in die USA, wo er am New York International Independent Film Festival nominiert wurde und einen Award für Best Supporting Actress erhielt. Die Presse-Kritiken waren trotz dem etwas ungewöhnlichen Genre positiv bis euphorisch. Englisch mit deutschen Untertiteln.

THE MORGENSTERN & BOYD TRILOGY (OmU)
Der bislang erfolglose Filmregisseur Fritz Aigner sorgt bei den Filmfestspielen von Venedig mit seinem Film THE MEADOW unerwartet für Aufsehen. Ein namhafter Produzent beauftragt ihn daraufhin, eine Fortsetzung zu drehen. Die Dreharbeiten geraten zu einem Fiasko. Als die gesamte Filmcrew gegen den zunehmenden Größenwahn ihres Regisseurs rebelliert, sieht dieser sich mit den Antagonisten seiner eigenen Fiktion konfrontiert: Morgenstern und Boyd. Sie ziehen ihn in eine Spirale aus sexuellen Obsessionen und Allmachtsfantasien, an deren Ende nur das Scheitern des Films oder gar der Tod selbst stehen kann. Deutsch mit deutschen Untertiteln.

GYM (OmU)
Der Film von Regisseur Srđan Vuletić spielt im heutigen Bosnien und Herzegowina und folgt dem Leben einer Gruppe von Männern, die für ein Catering arbeiten. Als sich die verheirateten Inhaber:innen trennen, gründet die Frau ihr eigenes Kuchengeschäft, während das Unternehmen ins Stocken gerät. Die Mitarbeiter machen sich Sorgen um den Verlust ihrer Arbeitsplätze und einer von ihnen denkt sich einen idiotischen Plan aus, um die Firma zu retten. Der Film zeigt meisterhaft all die Warnsignale auf, bevor es tatsächlich zu körperlicher Gewalt kommt, und wie die Gesellschaft darauf reagiert – oder eben nicht. Bosnisch mit deutschen Untertiteln.

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Der Film "Gym" (Regie: Srđan Vuletić) spielt im heutigen Bosnien und Herzegowina und folgt dem Leben einer Gruppe von Männern, die für ein Catering-Unternehmen arbeiten. Als sich die verheirateten Inhaber trennen, gründet die Frau ihr eigenes Kuchengeschäft, während das Catering-Unternehmen ins Stocken gerät. Die Mitarbeiter machen sich Sorgen um den Verlust ihrer Arbeitsplätze, und einer von ihnen denkt sich einen idiotischen Plan aus, um die Firma zu retten. Der Film zeigt meisterhaft all die Warnsignale auf, bevor es tatsächlich zu körperlicher Gewalt kommt, und wie die Gesellschaft darauf reagiert – oder eben nicht. Im Rahmen von OKTOSKOP bringt OKTO ein Gespräch mit dem Regisseur und im Anschluss den Film