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WIEN BREITENSEE/TSCHERNOBYL (UA) / FUKUSHIMA (JPN) – Der Dokumentarstreifen ECHOS VON TSCHERNOBYL – DEN UNBEUGSAMEN GEWIDMET wählt eine ungewöhnliche Perspektive auf das Unerklärbare: Der 55-minütige Film erzählt die Geschichte von zwei Fotografen und einem Sounddesigner, die die Katastrophe von Tschernobyl unmittelbar miterlebt und dokumentiert haben. Die Handlung des Films ist von ihren Erzählungen und Fotografien getragen. Die Produktion dieser Hommage an mutige Medienarbeiter wurde auch für Regisseurin Lana Delaroche zur Herausforderung, wie sie im Gespräch mit dem Drehbuchautor und Dramaturg Robert Buchschwenter im OKTOSKOP-Gespräch berichtet.

Ursprünglich war Produktion auf Deutsch, Englisch und Russisch mit englischen Untertiteln als Film über den legendären ukrainischen Fotografen Igor Kostin konzipiert. Doch das Projekt nahm eine unerwartete Wendung, als Kostin am Abend vor Beginn der Dreharbeiten tödlich verunglückte. Als die Produktionsfirma ausstieg, zog die Filmemacherin das Projekt in sprichwörtlicher Eigenregie durch. Gedreht vor dem Krieg, erhält der Film heute eine neue Dringlichkeit: Einer der Protagonisten ist inzwischen verstorben, andere sind seit der Eskalation des Krieges nicht mehr erreichbar.

Entstanden ist ein intimes Zeitzeugnis über Fotografie als Beweis, über Nähe zum Unfassbaren und über Stimmen, die nicht verloren gehen dürfen. Der Film verbindet persönliche Erinnerungen, eindringliche Bilder und eine präzise Klanggestaltung; ergänzt durch Landschaften und Tierwelt der Zone als stille Gegenbewegung zur Zerstörung.

Lana Delaroche ist u.a. Regisseurin des Dokumentarfilms SUNDAY IN STRASBOURG über ukrainische Zwangsarbeiter:innen aus dem Donbass im so genannten „Dritten Reich“, der erfolgreich auf zahlreichen Festivals lief und u. a. im Metro Kinokulturhaus Wien gezeigt wurde. Bewusst stellt sie dieses filmische Dokument, das sie mit eigenen Mitteln produziert hat, dem gemeinnützigen Community TV zur Verfügung.

Rückfragehinweis:
Mag. phil. Florian Müller, Kommunikation & Öffentlichkeitsarbeit
E fm@okto.tv | M +43 677 628 952 53

Über Okto

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