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Hast du heute schon auf dein Smartphone geschaut, ohne einen konkreten Grund dafür zu haben?
Wahrscheinlich schon. Dieser kurze Moment, in dem die Hand wie von selbst in
die Tasche gleitet, ist für die meisten von uns zur totalen Normalität
geworden. Wir funktionieren in diesem Punkt fast wie auf Autopilot. In dieser
Ausgabe der Media Academy auf Okto gehen wir genau diesem Reflex auf den Grund
und fragen, warum uns der bewusste Verzicht oft so schwer fällt.

Ein 21-tägiges Handyfasten in Gänserndorf hat 2025 gezeigt, wie stark sich der bewusste
Verzicht auf Smartphones auf Jugendliche auswirken kann. Mehrere Klassen legten
ihre Handys für drei Wochen komplett weg – mit spürbaren Effekten auf ihren
Alltag, ihre Konzentration und das Miteinander. Die Ergebnisse waren so
deutlich, dass die Idee jetzt in ganz Österreich aufgegriffen wird. Erst vor
wenigen Tagen ist die neue Runde gestartet: Menschen im ganzen Land versuchen,
ihre digitalen Gewohnheiten zu durchbrechen.

Wir haben uns an einem Wiener Gymnasium umgehört, wie groß der Widerstand gegen das
Handyfasten wirklich ist – und was passiert, wenn die ständige Erreichbarkeit
plötzlich wegfällt. Im Zentrum steht die Frage: Wo endet Alltag, wo beginnt
Abhängigkeit?

Denn obwohl das Smartphone längst unverzichtbar scheint, bleiben die psychischen Folgen oft unsichtbar.
Gemeinsam mit Expert:innen sprechen wir über Social-Media-Sucht – und darüber,
warum wir als Gesellschaft so lange weggeschaut haben. Es geht nicht nur um
Verbote, sondern darum, wie wir künftig mit Technik umgehen wollen.

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20 Jahre CU Television auf OKTO, das sind 20 Jahre medienpädagogische Sendungen der Wiener Jugendzentren im Wiener Community TV und ein absoluter Grund zum Feiern! Die Teenager von damals sind teilweise selbst schon Eltern von Jugendlichen, die Medienlandschaft hat sich in dieser Zeit massiv verändert. So wurde aus der Institution CU television auch CU media, selbst wenn die TV-Sendung auf OKTO nach wie vor CU Television heißt. Die Bedeutung der Medienbildung und einer aktiven, positiven Bildung und Teilhabe von Jugendlichen im Medienbereich ist wichtiger denn je.

Das Fest 20 JAHRE CU Television findet am Samstag, den 11. April 2026 von 16:00 bis 20:00 Uhr im 5er Haus, Grünwaldgasse 4, 1050 Wien statt. Ab 16:00 Uhr starten Buffet, Kino + Popcorn und interaktive Stationen mit VR-Experience. Um 17:30 Uhr gibt es Begrüßung, die Preisverleihung der Instagram-Challenge und die obligatorische Geburtstagstorte. Um 18:00 Uhr sorgen MAYAA und MEDUZZA und eine DANCE SHOW für Live-Auftritte. Ab 18:45 Uhr klingt das Event mit einer Disko und interaktiven Stationen aus.

Am Mittwoch, den 15. April 2026 um 20:05 Uhr bietet die Jubiläumssendung einen Rückblick und einen Ausblick zu CU television. 155 Folgen der Sendung von Jugendlichen für Jugendliche sind übrigens aktuell in der OKTOTHEK auf www.okto.tv sowie in der OKTO TV App für iOs oder Android nach wie vor abrufbar.

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Von 23. Februar bis 6. März 2026 fand die DIGITALJOURNALISMUS-AKADEMIE von OKTO in Kooperation mit BAIT/DIGITALER KOMPASS mittlerweile zum dritten Mal statt. Neben zahlreichen Social Media Produkten entstanden im Rahmen der zweiwöchentlichen Ausbildung auch vier TV-Beiträge, die OKTO ab 10. April 2026 jeden Freitagabend sendet.

Den Start am Freitag, den 10. April 2026 um 20:05 Uhr machen Fiona Polster, Leon Moses Fasthuber und Valeriia Osypova, die sich mit dem topaktuellen Thema Handyfasten beschäftigt haben. Ihre Interviews haben sie am ersten Tag des österreichweiten Experiments 21 TAGE OHNE SMARTPHONE gemacht. Neben Schüler:innen haben sie auch den Suchtexperten Oliver Scheibenbogen ins OKTO-Studio eingeladen.

Am Freitag, den 17. April 2026 um 20:05 Uhr haben sich Emma Sehic, Hannah Fasching und Leonie Fürnschuß über die Finanzierung von Medien Gedanken gemacht und dabei mit dem JETZT.AT-Managing Editor Ingo Hansenwend und mit dem DER STANDARD-Medienjournalisten Harald Fidler gesprochen.

Am Freitag, den 24. April 2026 um 20:40 Uhr haben sich Barbara Trauth, Flora Werner-Tutschka und Johanna Günther mit der Faszination des Reality TV auseinandergesetzt und dabei Ferry Pall von Forsthaus Rampensau 2025 zu einem Interview gebeten.

Am Freitag, den 1. Mai 2026 um 20:05 Uhr schließlich widmen sich Elena Dorfer, Lisa Fischer und Nico Rottenbücher so genannten "Alternativen Medien" und befragen dazu den Medienethiker Luis Paulitsch und den Rechtsextremismus-Experten Bernhard Weidinger vom Dokumentationsarchiv des Österreichischen Widerstandes.

An der DIGITALJOURNALISMUS-AKADEMIE von OKTO in Kooperation mit BAIT/DIGITALER KOMPASS haben sich diesmal Kassandra Steiner (Host ORF Wien), Birgit Pointner (stv. Chefredakteurin ORF Wien) und Stefan Lenglinger (Moderator ORF ZIB), Florian Schmidt (APA Faktencheck) sowie Expert:innen aus den Redaktionen von OKTO und BAIT beteiligt. Die Themenpalette der intensiven Ausbildung reichte dabei von journalistischer Recherche und Faktenchecks über innovativen Journalismus auf Social Media bis hin zu Produktionen im Fernsehstudio mit professionellem Equipment. Die besten vier Absolvent:innen der DIGITALJOURNALISMUS-AKADEMIE bekommen nun mehrmonatige bezahlte Praktika bei OKTO und BAIT/DIGITALER KOMPASS angeboten.

Die DIGITALJOURNALISMUS-AKADEMIE von OKTO und BAIT/DIGITALER KOMPASS ist eine Erfolgsgeschichte: Die Anzahl der Bewerber:innen überstieg mit 47 nicht nur vielfach die Zahl der verfügbaren kostenlosen Plätze. Absolvent:innen des Lehrgangs publzierten im Anschluss bei die_chefredaktion, profil.at, der Wiener Zeitung, dem Zimt Magazin, der Kleinen Zeitung, dem Falter und last but not least bei OKTO und BAIT.

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Die Media Academy ist ein Intensiv-Training in TV-Produktion und Digitaljournalismus, das letztes Jahr ins Leben gerufen wurde.

In der ersten Woche stehen bei OKTO die Grundlagen der Fernsehproduktion im Mittelpunkt – von Kameraführung
und Lichttechnik bis hin zu Ton, Schnitt und Mobile Reporting. Die zweite Woche widmet sich der journalistischen Aufbereitung von Beiträgen für Social Media, einschließlich Faktenchecks für TikTok mit den BAITS. Die Teilnehmenden lernen, Videobeiträge eigenständig zu produzieren und sich mit den Herausforderungen digitaler Medien auseinanderzusetzen.

Aus unserem Journalismus Intensiv- Training ist nun sogar eine eigene Sendereihe entstanden – mit selbigem Namen: „Media Academy“.
In der Sendereihe spricht Vivien Heinrich - selbst ehemalige Teilnehmende der Academy - vor allem über Chancen und Herausforderungen im digitalen Zeitalter, in einer Zeit der Transformation unserer Medienwelt.

Zusammen mit ihren Interviewgästen erkundet sie die spannende Welt der Medien. Sie lernt neue Berufe kennen, erhält wertvolle Tipps und Tricks von Profis für den optimalen Berufseinstieg und bespricht wichtige Themen in einer Zeit der digitalen Transformation. Insbesondere Social Media steht im Fokus der Sendung: Wie wird hier Information an ein junges Publikum transportiert und wie konsumieren User:innen Nachrichten.

Zusätzlich zur Media Academy, das sich vor allem an junge Journalismus - Begeisterte richtet, haben wir uns für dieses Jahr ein Programm überlegt, das für jede:n gedacht ist:

Unsere praxisnahen Workshops bieten die perfekte Gelegenheit, professionelle Medienkompetenz zu erlangen – von Storytelling über Interviewtechniken bis hin zu Moderation und Sprechtechnik.

Hier die Kurse im Überblick:

Storytelling:
Wie gelingt ein Fernsehbeitrag?

Lerne, wie du fesselnde TV-Beiträge und Reels produzierst – von der Story-Entwicklung bis zum Schnitt.
Termine: 3. April & 9. Oktober 2025

Interviewtraining
Erfahre, wie du souveräne und tiefgehende Interviews führst – mit den richtigen Fragen und aktiven Zuhörtechniken.
Termine: 10. April & 16. Oktober 2025

Moderation vor der Kamera & im OFF
Überzeugend auftreten, Emotionen transportieren und Inhalte lebendig präsentieren – für Studio und Voice-Over.
Termine: 17. April & 23. Oktober 2025

Sprechtechnik:
Sprechen wie die Profis

Optimiere deine Stimme mit Atemtechniken, Artikulation und Betonung – für Moderation, Bühne und Alltag.
Termine: 24. April & 30. Oktober 2025

Die Kurse finden jeweils im April und Oktober einmal statt.
Die Kursdetails folgen noch auf unserer Oktothek im Bereich "Workshops".
Bleib dran und sichere dir jetzt deinen Platz!

VielfaltIntegrationDemokratiepartizipationGemeinwohlPublic ValueBildungGesellschaftlicher Mehrwert

Was ist ein "Public Value" überhaupt?

Im Fernsehkontext bezieht sich Public Value – was so viel
heißt wie „gesellschaftlicher Mehrwert“ - auf den Nutzen, den ein
Fernsehangebot für die Allgemeinheit schafft – und der geht über bloße
Unterhaltung hinaus.
Es geht vor allem darum, Inhalte bereitzustellen, die einen
positiven Beitrag zur Gesellschaft leisten, indem sie informieren, bilden,
kulturelle Vielfalt fördern und den demokratischen Diskurs unterstützen.

Was machen wir bei Okto?
1. Gemeinwohl priorisieren

Und somit ist der Begriff Public Value auch sehr eng mit den
Charakteristika nichtkommerziellen Rundfunks verbunden, da auch hier das
Gemeinwohl vor rein gewinnorientierten Interessen steht. Die Inhalte bilden den
Schwerpunkt und es geht darum, Themen sichtbar zu machen, die in anderen Medien
keinen Platz finden - das bedeutet, dass nichtkommerzieller Rundfunk oft
Inhalte produziert, die von kommerziellen Anbietern vernachlässigt werden,
beispielsweise Programme für Minderheiten, lokale Berichterstattung
oder Nischeninteressen wie alternative Musik und Kultur.
Ein Beispiel bei Okto wäre die Sendung "Perspektivenwechsel", die von Menschen
mit Behinderung produziert wird und dieses Jahr sogar den
Inklusionspreis gewonnen hat.

2. Vielfalt sichtbar machen

Frei von Werbe- und Marktzwängen ist es nichtkommerziellen
Rundfunksendern, wie Okto, möglich Stimmenvielfalt zu gewährleisten. Dies bezieht
sich nicht nur auf unterrepräsentierte Gruppen, sondern auch lokale Inhalte,
die für eine spezifische Gemeinschaft von Bedeutung sind. Nur durch die
Darstellung verschiedenster Stimmen ist es möglich Demokratie zu fördern und
einen Beitrag zu einer pluralistischen Gesellschaft zu stellen.
Beispiele für die kulturelle Vielfalt auf Okto sind Sendungen
wie Afrika TV, oder unsere chinesische Sendereihe "Tandem".

3. Alle dürfen mitmachen

Eine funktionierende Demokratie zeichnet sich durch
Partizipation und freie Meinungsäußerung aus. Auch wir lassen alle mitreden. Bei
uns ist es möglich, aktiv an der Mediengestaltung teilzuhaben, um so auch eine
demokratische Medienlandschaft zu fördern.

4. Wir strotzen aller Massentauglichkeit

Wir sprechen gesellschaftliche Randgruppen an und bedienen
Nischen. Es geht Okto um den langfristigen Nutzen, den man aus TV-Inhalten
ziehen kann, das unsere Zuschauerinnen und Zuschauer einen Blick über ihren
eigenen Tellerrand hinauswagen und der eigene Horizont mit neuen Sichtweisen,
sowie außergewöhnlichen Geschichten erweitert wird. Kurzfristige
Einschaltquoten haben im Nichtkommerziellen Rundfunk keinen Platz.

5. Information\, Aufklärung & Bildung

Kurz und knapp zuletzt: Auch Okto informiert, klärt auf und fördert
Bildung. Damit unterstützen wir eine informierte Öffentlichkeit und fördern
demokratische Entscheidungen.

Und was unterscheidet uns vom öffentlich-rechtlichen Rundfunk?



Während der öffentlich-rechtliche Rundfunk einen klar
definierten gesellschaftlichen Auftrag hat, der gesetzlich geregelt ist,
entsteht unser „Public Value“ aus einer Basisbewegung direkt aus der
Zivilgesellschaft,was auch unser partizipativer Charakter unterstreicht.
Während der Anspruch eines „Public Value“ bei öffentlich-rechtlichen Sendern also
„von oben“ gewünscht ist, entsteht er bei uns natürlicherweise in der Gesellschaft selbst.