Rechtspopulismus in Europa

Die Wahlerfolge der FPÖ stellen keineswegs mehr eine europäische Ausnahme dar. In immer mehr Ländern der Europäischen Union gewinnen rechtsradikale Parteien politischen Einfluss, rücken in Regierungsverantwortung ein und bestimmen mit nationalistischen und populistischen Argumenten die politische Agenda. Das wurde auch in den Ergebnissen der letzten Europaparlamentswahlen deutlich. Das Spektrum, das als rechtsradikal bezeichnet wird, ist differenziert: Es reicht von offen neonazistischen Parteien wie Jobbik in Ungarn oder Goldene Morgenröte in Griechenland bis zu modernisierten Parteien, die sich in ihrem Auftreten dem medialen Mainstream soweit angepasst haben, dass ihr rechtsradikaler Charakter nicht sofort erkennbar wird. Der Rechtsradikalismus in Europa ist Gegenstand einer umfangreichen politikwissenschaftlichen Forschung. Vor allem Forscher_innen mit sozialkritischem Ansatz machen auf den Zusammenhang mit der Wirtschaftskrise Europas aufmerksam. Weniger ausgreift ist die Diskussion darüber, was dem Anwachsen rechtsradikaler Parteien politisch entgegengesetzt werden kann. Welche Strategien haben in vergangenen Jahren ihre Wirkungen verfehlt und welche haben Erflog gehabt?
Es diskutieren: Barbara Steiner, Politikwissenschaftlerin, Wien | Thilo Janssen, Politikwissenschaftler, Wissenschaftlicher Mitarbeiter des Europaparlaments, Brüssel | Adam Markus, Historiker, Pädagoge und Rechtsextremismus-Experte. Moderation: Eva Brenner, Walter Baier.

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