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Podcast.Wien - Nur ja heißt ja

Die Podcast.Wien Redaktionsmitglieder Emma Sehic und Jenny Foidl erklären die Themen, die Wien und Österreich bewegen – verständlich, kompakt und ohne Politsprech. In dieser Folge geht es um das sogenannte „Nur Ja heißt Ja“-Prinzip im Sexualstrafrecht. Ende April 2026 verabschiedete das Europäische Parlament einen Beschluss, der eine europaweite Definition von Vergewaltigung auf Basis fehlender Zustimmung fordert. Doch was bedeutet das konkret? Wir schauen uns an, welche Parteien in Österreich welche Positionen vertreten und warum Kritiker:innen über Beweisprobleme diskutieren. Dabei geht es nicht nur um Recht, sondern auch um gesellschaftliche Fragen rund um Zustimmung, Verantwortung und Opferschutz.

09:00

re:publica Vienna - WER KANN SICH GERECHTIGKEIT LEISTEN? ÜBER GELD, KLASSE UND MACHT - MARLENE ENGELHORN, MAREICE KAISER, DANIELA BRODESSER, BAO-MY NGUYEN

Geld ist einer der mächtigsten Sortiermechanismen unserer Gesellschaft und zugleich ein großes Tabu. Wir sprechen über Leistung, Konsum und Aufstieg. Viel seltener darüber, wer erbt, wer verzichten muss, wer Sicherheit kaufen kann und wer jeden unerwarteten Hunderter fürchten muss. Marlene Engelhorn, Mareice Kaiser und Dani Brodesser bringen drei Perspektiven zusammen, die in Debatten über Ungleichheit selten gleichzeitig vorkommen. Engelhorn macht sichtbar, wie große Vermögen gesellschaftliche Macht erzeugen. Brodesser kennt Armut, Beschämung und Ausschluss aus eigener Erfahrung und zeigt, wie schnell ökonomische Not zur individuellen Schuld erklärt wird. Kaiser beschäftigt sich journalistisch mit Klasse, Geld, Arbeit und sozialem Aufstieg und untersucht die Geschichten, mit denen wir Ungleichheit erklären und legitimieren. Warum gilt Armut als erklärungsbedürftig, Reichtum aber als normal? Wer darf über Geld sprechen, ohne sich rechtfertigen zu müssen? Welche Rolle spielen Herkunft, Geschlecht und familiäre Ressourcen für Chancen und Teilhabe? Und wie verändern digitale Öffentlichkeiten diese Debatte, wenn Menschen ihre Erfahrungen mit Armut, Vermögen und Klassismus selbst sichtbar machen? Social Media können Perspektiven hörbar machen, die klassische Medien lange übersehen haben. Gleichzeitig belohnen Plattformen Zuspitzung, Individualisierung und die immer gleiche Erfolgsstory vom persönlichen Aufstieg. Wie erzählen wir über strukturelle Ungleichheit, ohne Armut zur privaten Tragödie und Reichtum zur Lifestyle-Frage zu machen? Am Ende steht eine demokratische Kernfrage: Wie viel Ungleichheit hält eine Gesellschaft aus, bevor sie zerbricht?

  • Die Podcast.Wien Redaktionsmitglieder Emma Sehic und Jenny Foidl erklären die Themen, die Wien und Österreich bewegen – verständlich, kompakt und ohne Politsprech. In dieser Folge geht es um das sogenannte „Nur Ja heißt Ja“-Prinzip im Sexualstrafrecht. Ende April 2026 verabschiedete das Europäische Parlament einen Beschluss, der eine europaweite Definition von Vergewaltigung auf Basis fehlender Zustimmung fordert. Doch was bedeutet das konkret? Wir schauen uns an, welche Parteien in Österreich welche Positionen vertreten und warum Kritiker:innen über Beweisprobleme diskutieren. Dabei geht es nicht nur um Recht, sondern auch um gesellschaftliche Fragen rund um Zustimmung, Verantwortung und Opferschutz.
  • Geld ist einer der mächtigsten Sortiermechanismen unserer Gesellschaft und zugleich ein großes Tabu. Wir sprechen über Leistung, Konsum und Aufstieg. Viel seltener darüber, wer erbt, wer verzichten muss, wer Sicherheit kaufen kann und wer jeden unerwarteten Hunderter fürchten muss. Marlene Engelhorn, Mareice Kaiser und Dani Brodesser bringen drei Perspektiven zusammen, die in Debatten über Ungleichheit selten gleichzeitig vorkommen. Engelhorn macht sichtbar, wie große Vermögen gesellschaftliche Macht erzeugen. Brodesser kennt Armut, Beschämung und Ausschluss aus eigener Erfahrung und zeigt, wie schnell ökonomische Not zur individuellen Schuld erklärt wird. Kaiser beschäftigt sich journalistisch mit Klasse, Geld, Arbeit und sozialem Aufstieg und untersucht die Geschichten, mit denen wir Ungleichheit erklären und legitimieren. Warum gilt Armut als erklärungsbedürftig, Reichtum aber als normal? Wer darf über Geld sprechen, ohne sich rechtfertigen zu müssen? Welche Rolle spielen Herkunft, Geschlecht und familiäre Ressourcen für Chancen und Teilhabe? Und wie verändern digitale Öffentlichkeiten diese Debatte, wenn Menschen ihre Erfahrungen mit Armut, Vermögen und Klassismus selbst sichtbar machen? Social Media können Perspektiven hörbar machen, die klassische Medien lange übersehen haben. Gleichzeitig belohnen Plattformen Zuspitzung, Individualisierung und die immer gleiche Erfolgsstory vom persönlichen Aufstieg. Wie erzählen wir über strukturelle Ungleichheit, ohne Armut zur privaten Tragödie und Reichtum zur Lifestyle-Frage zu machen? Am Ende steht eine demokratische Kernfrage: Wie viel Ungleichheit hält eine Gesellschaft aus, bevor sie zerbricht?