Derzeit auf Okto

STERBEN IST DAS ALLERLETZTE - Wenn die bessere Hälfte fehlt

Kathrin Unterhofer, Leiterin der Kontaktstelle Trauer bei der Caritas der Erzdiözese Wien, spricht mit Rainer Simader über die vielen Verluste, die mit dem Tod des Partners oder der Partnerin einhergehen. Dabei spannt sich der Bogen von der tiefen Trauer über den Verlust gemeinsamer Zukunftspläne, über die Angst, die große Liebe zu vergessen, bis hin zum Umgang mit Gefühlen wie Wut gegenüber der/dem verstorbenen Partner:in oder sogar Erleichterung.

Nächste Sendungen

20:05

AKKU - Der Himmel über Moskau ist geschlossen

Der Film „Der Himmel über Moskau ist geschlossen“ ist ein ungewöhnliches, vielschichtiges Porträt der russischen Metropole. Zwei Monate vor Beginn des Ukraine-Krieges durchquert die Filmemacherin Andrea Seidling die Stadt auf dem Fluss Moskwa und bleibt doch auf Distanz: Sie versteckt sich zwischen Spiegelungen, Mehrfachbildern und Überlagerungen. Doch nicht nur der Ort ist hier nicht zu fassen, in steter Bewegung, auch die Zeiten vermischen sich, Stalins und Putins Großmacht-Pläne fließen ineinander. Und das Ziel der Reise ist noch nicht fixiert: Denn während Putin schon den Krieg vorbereitet, träumt die Kulturwelt im Dezember 2021 von einem frischen Wind aus dem Westen und eröffnet am Ufer der Moskwa das neue Kulturhaus GES-2, ein russisches Centre Pompidou mit dem Versprechen eines politischen Enlightenments. Wer die Film-Präsentationen von Andrea Seidling besucht, wird nie dasselbe Werk zu sehen bekommen. Die Filmemacherin hat sich das „work in progress“ zum Prinzip gemacht und erarbeitet verschiedene Versionen ihrer Filme: So bleibt auch ihr Moskwa-Film in ständiger Veränderung, also im Fluss.

20:45

AKKU - Donaufeld bodenlos

"Die Donau brachte nicht nur Wasser nach Wien, sondern auch Land." Der Film Donaufeld bodenlos streift durch das das Wiener Stadterweiterungsgebiet Donaufeld. Dort, wo auf fruchtbarem Schwemmland-Ackerboden lange Zeit Gemüse und Getreide gedieh, sollen nun 6.000 Wohnungen entstehen. Im östlichen Teil werken schon die Bagger und Kräne, der westliche Teil steht noch unter Bausperre. Stadtplanung und Immobilienentwickler betrachten die "grüne Wiese" nach wie vor als "tabula rasa", doch sie ist ein Ökosystem. Es dauert rund hundert Jahre, bis aus einem Zentimeter Rohboden ein Zentimeter fruchtbare Erde entsteht. Aus Gründen des Bodenschutzes, des Klimaschutzes, der Artenvielfalt und der Ernährungssouveränität sollte das Bauen nur noch auf bereits versiegelten Flächen stattfinden. Der Film Donaufeld bodenlos ist ein leiser und ruhiger Film. Der Blick bleibt stets verhalten, vorsichtig späht er zwischen Weizenähren und Gräsern hervor, und versteckt sich wieder hinter ihnen.

  • Der Film „Der Himmel über Moskau ist geschlossen“ ist ein ungewöhnliches, vielschichtiges Porträt der russischen Metropole. Zwei Monate vor Beginn des Ukraine-Krieges durchquert die Filmemacherin Andrea Seidling die Stadt auf dem Fluss Moskwa und bleibt doch auf Distanz: Sie versteckt sich zwischen Spiegelungen, Mehrfachbildern und Überlagerungen. Doch nicht nur der Ort ist hier nicht zu fassen, in steter Bewegung, auch die Zeiten vermischen sich, Stalins und Putins Großmacht-Pläne fließen ineinander. Und das Ziel der Reise ist noch nicht fixiert: Denn während Putin schon den Krieg vorbereitet, träumt die Kulturwelt im Dezember 2021 von einem frischen Wind aus dem Westen und eröffnet am Ufer der Moskwa das neue Kulturhaus GES-2, ein russisches Centre Pompidou mit dem Versprechen eines politischen Enlightenments. Wer die Film-Präsentationen von Andrea Seidling besucht, wird nie dasselbe Werk zu sehen bekommen. Die Filmemacherin hat sich das „work in progress“ zum Prinzip gemacht und erarbeitet verschiedene Versionen ihrer Filme: So bleibt auch ihr Moskwa-Film in ständiger Veränderung, also im Fluss.
  • "Die Donau brachte nicht nur Wasser nach Wien, sondern auch Land." Der Film Donaufeld bodenlos streift durch das das Wiener Stadterweiterungsgebiet Donaufeld. Dort, wo auf fruchtbarem Schwemmland-Ackerboden lange Zeit Gemüse und Getreide gedieh, sollen nun 6.000 Wohnungen entstehen. Im östlichen Teil werken schon die Bagger und Kräne, der westliche Teil steht noch unter Bausperre. Stadtplanung und Immobilienentwickler betrachten die "grüne Wiese" nach wie vor als "tabula rasa", doch sie ist ein Ökosystem. Es dauert rund hundert Jahre, bis aus einem Zentimeter Rohboden ein Zentimeter fruchtbare Erde entsteht. Aus Gründen des Bodenschutzes, des Klimaschutzes, der Artenvielfalt und der Ernährungssouveränität sollte das Bauen nur noch auf bereits versiegelten Flächen stattfinden. Der Film Donaufeld bodenlos ist ein leiser und ruhiger Film. Der Blick bleibt stets verhalten, vorsichtig späht er zwischen Weizenähren und Gräsern hervor, und versteckt sich wieder hinter ihnen.