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In der neuen Interviewreihe IM GESPRÄCH stellt OKTO-Moderatorin Katharina Obermayer Persönlichkeiten aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft, Kultur und Gesellschaft in den Mittelpunkt. Die Sendung verbindet gesellschaftliche Relevanz mit persönlicher Nähe: Im Fokus stehen nicht nur Positionen und Entscheidungen, sondern auch die Menschen dahinter. Wie entstehen Haltungen? Welche Ereignisse prägen Verantwortungsträger:innen? Und welche Perspektiven haben sie auf die Herausforderungen unserer Zeit? IM GESPRÄCH bietet fundierte Analysen, überraschende Einblicke und authentische Begegnungen – eine Plattform für differenzierte Diskussionen jenseits schneller Schlagzeilen.

In der ersten Sendung am Donnerstag, den 21. Mai 2026 um 20:50 Uhr ist Paul Schmidt, Generalsekretär der Österreichischen Gesellschaft für Europapolitik, zu Gast. OKTO-Moderatorin Katharina Obermayer spricht mit ihm über die Zukunft Europas zwischen den Großmächten China und USA und großen Fragen wie Sicherheitspolitik in Europa. Es geht um Künstliche Intelligenz und Technologie in Zeiten von Tech-Riesen im Ausland, sowie der Einstellung der Bevölkerung zur Europäischen Union und vieles mehr.

Weitere zwei Folgen von IM GESPRÄCH sind am 26. Mai 2026 ab 20:35 Uhr zu sehen. OKTO-Moderatorin Katharina Obermayer spricht mit Jonathan Fine, dem Direktor des Kunsthistorischen Museums Wien über den kulturellen Austausch durch Museen und die Rolle von Museen für gegenseitiges Verständnis. Im Anschluss spricht der ehemaliger Nationalratspräsident und derzeitiger Präsident des Campus Tivoli, der neuen Parteiakademie der ÖVP, Wolfgang Sobotka über den Ist-Zustand der Demokratie in Österreich, Europapolitik und vieles mehr.

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Hast du heute schon auf dein Smartphone geschaut, ohne einen konkreten Grund dafür zu haben?
Wahrscheinlich schon. Dieser kurze Moment, in dem die Hand wie von selbst in
die Tasche gleitet, ist für die meisten von uns zur totalen Normalität
geworden. Wir funktionieren in diesem Punkt fast wie auf Autopilot. In dieser
Ausgabe der Media Academy auf Okto gehen wir genau diesem Reflex auf den Grund
und fragen, warum uns der bewusste Verzicht oft so schwer fällt.

Ein 21-tägiges Handyfasten in Gänserndorf hat 2025 gezeigt, wie stark sich der bewusste
Verzicht auf Smartphones auf Jugendliche auswirken kann. Mehrere Klassen legten
ihre Handys für drei Wochen komplett weg – mit spürbaren Effekten auf ihren
Alltag, ihre Konzentration und das Miteinander. Die Ergebnisse waren so
deutlich, dass die Idee jetzt in ganz Österreich aufgegriffen wird. Erst vor
wenigen Tagen ist die neue Runde gestartet: Menschen im ganzen Land versuchen,
ihre digitalen Gewohnheiten zu durchbrechen.

Wir haben uns an einem Wiener Gymnasium umgehört, wie groß der Widerstand gegen das
Handyfasten wirklich ist – und was passiert, wenn die ständige Erreichbarkeit
plötzlich wegfällt. Im Zentrum steht die Frage: Wo endet Alltag, wo beginnt
Abhängigkeit?

Denn obwohl das Smartphone längst unverzichtbar scheint, bleiben die psychischen Folgen oft unsichtbar.
Gemeinsam mit Expert:innen sprechen wir über Social-Media-Sucht – und darüber,
warum wir als Gesellschaft so lange weggeschaut haben. Es geht nicht nur um
Verbote, sondern darum, wie wir künftig mit Technik umgehen wollen.

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In dieser Ausgabe spricht Martin Schenk mit Meinrad Ziegler über sein Buch "Josef Finster. Eine Recherche" (2026). Josef Finster (1900-1941) wurdein Linz geboren. Die Familie kam aus dem Salzkammergut. Seine Geschichte steht für die bis heute wenig beachteten Frauen und Männer, die als Tagelöhner in prekären Verhältnissen lebten. Das NS-Regime deportierte ihn, der in der Vergangenheit mindere Haftstrafen abgebüßt hatte, als „Berufsverbrecher“ in ein Konzentrationslager. Von dort kehrten nur wenige lebend zurück. Ihre Familien sowie die Nachkriegsgesellschaften vergaßen diese Opfer des Nationalsozialismus aus Scham und Eigennutz. Dieses Buch schildert, was seine Großnichte über ihn in Erfahrung bringen konnte.

klimainterviewBenedikt WeingartnerWissenschaftSigrid StaglEuropa im DiskursSozialökonomieSoziale ökologische TransformationWissenschaftlerin des Jahres 2024

Sigrid Stagl, Klimaökonomin und Professorin an der WU Wien am Department für Sozialökonomie, wurde als „Wissenschaftlerin des Jahres 2024“ ausgezeichnet.

Sie gilt als zentrale Stimme für Nachhaltigkeit und Klimaschutz in Österreich. Stagl setzt sich für die Integration von Klimaschutz in Wirtschafts- und Industriepolitik ein und fordert Maßnahmen wie CO2-Besteuerung, den Abbau klimaschädlicher Subventionen und Geschwindigkeitsbegrenzungen. Sie betont, dass Klimaschutz keine Ideologie, sondern Grundlage für langfristige Entwicklung ist, und engagiert sich in Initiativen wie „Scientists for Future“. Die Auszeichnung würdigt ihre unermüdliche Vermittlungsarbeit und ihren Fokus auf die Verbindung von Ökonomie und Umwelt.

Schon 2022 war sie bei Okto in der Sendung „Europa im Diskurs“ zu Gast. Die Sendung zum Nachanschauen findet ihr hier:

https://www.okto.tv/de/oktothek/episode/61c3089f829b4

Auch damals schon war die sogenannte "sozial-ökologische Transformation" Schlüsselthema der Sendung.
Stagl betont im Interview die Dringlichkeit eines grundlegenden Wandels zu nachhaltigen Lebens- und Produktionsweisen. Sie kritisiert das bestehende Wirtschaftssystem, das weiterhin auf Wachstum und Einkommenssteigerung ausgerichtet ist, und plädiert für Modelle, die Abfall, Luftverschmutzung und Treibhausgasemissionen reduzieren.
Immer wieder betont die Wissenschaftlerin, dass es nicht nur wichtig ist die Klimakrise als ein technisches, sondern viel mehr als ein soziales Problem zu betrachten. So müsse die Politik manches Mal auch unangenehmen Entscheidungen treffen und individuellen Komfort außer Acht lassen, um die Klimaziele erreichen zu können.

Auch müsse man endlich beginnen anders zu denken. Statt von einem Problem auszugehen, müsse man sich mit dem Ziel befassen und eruieren, wie man dieses erreicht – quasi ein lösungsorientierter, statt eines problemorientierten Ansatzes.
Die Politik müsse endlich anfangen, nur dann würde eine Bevölkerung laut Stagl auch endlich nachziehen. Denn soziales Handeln – und eine Veränderung individueller Verhaltensweisen - basiert ganz stark auf vorgegebenen Regeln.

Besonders herausfordernd sieht sie im Interview den Bereich Verkehr und Landwirtschaft. Der motorisierte Individualverkehr müsse zurückgehen, während öffentlicher Verkehr und Schienentransport ausgebaut werden sollten. Auch die Landnutzung müsse regionaler gestaltet werden, um nachhaltiger zu werden.

Schau dir gerne „Europa im Diskurs“ mit der Wissenschaftlerin des Jahres 2024 – Sigrid Stagl in unserer Oktothek an.