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Drei von fünf Einreichungen des Community TV OKTO wurden von der Konferenz der Erwachsenenbildung (KEBÖ) für den Fernsehpreis der Erwachsenenbildung nominiert und gehen damit gemeinsam mit 14 weiteren Nominierungen in das Rennen für die Auszeichnungen in fünf
Kategorien. Das ist ein starkes Zeichen für die Bedeutung des Community TV mit seinem offenen und partizipativen Sendungszugang als Bildungsinstitution.

In der Kategorie ÖKONOMISCHE, DEMOKRATISCHE UND POLITISCHE BILDUNG wurde die Doku MIET-MAFIA: WIE IMMOBILIENHAIE MIETER:INNEN LOSWERDEN aus der MOMENT.AT-Sendereihe nominiert, die am 15.10.2025 seine TV-Erstausstrahlung erlebte. Die Doku von Andreas Bachmann war der Ausgangspunkt vieler folgender Berichte und machte somit auch auf ein Problem aufmerksam, das bis dahin in anderen Medien wenig Beachtung gefunden hat. Hier geht es zum Film: https://www.okto.tv/de/sendereihe/moment/video/68ef96ac0920d/doku-miet-mafia-in-wien-wie-immobilienhaie-mieter-innen-loswerden

In der Kategorie WISSENSCHAFTSVERMITTLUNG, -KOMMUNIKATION, TECHNISCHE
BILDUNG UND DIGITALISIERUNG wurde die Sendung RADIKAL VIRAL – TIKTOK ALS
GEFAHRENQUELLE ins Rennen geschickt, die bereits am 13.08.2025 auf ein Problem
aufmerksam machte, das aktuell in aller Munde ist. Die Sendung entstand im Rahmen der Reihe MEDIA ACADEMY, die im Rahmen des Ausbildungsprogramms von OKTO entsteht. Hier geht es zum Film: https://www.okto.tv/de/sendereihe/Media%20Academy/video/689348d98695f/radikal-viral-tiktok-als-gefahrenquelle

In der Kategorie MENSCHENRECHTE UND GESELLSCHAFT freut sich OKTO schließlich über die Nominierung des Dokumentarfilms ANGEKOMMEN. aus der Sendereihe JUKEBOX. Am 14.12.2025 erzählte er die Geschichte über gelebte Solidarität und gesellschaftlichen Zusammenhalt in einer Kleinstadt in Niederösterreich von den Flüchtlingsbewegungen ab 1956 bis in die Gegenwart. Hier geht es zum Film: https://www.okto.tv/de/sendereihe/jukebox/video/693c09a97f57f/angekommen

Jetzt heißt es Daumendrücken für die
Preisverleihung am 25. Juni 2026 im ORF RadioKulturhaus in Wien.

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20 Jahre CU Television auf OKTO, das sind 20 Jahre medienpädagogische Sendungen der Wiener Jugendzentren im Wiener Community TV und ein absoluter Grund zum Feiern! Die Teenager von damals sind teilweise selbst schon Eltern von Jugendlichen, die Medienlandschaft hat sich in dieser Zeit massiv verändert. So wurde aus der Institution CU television auch CU media, selbst wenn die TV-Sendung auf OKTO nach wie vor CU Television heißt. Die Bedeutung der Medienbildung und einer aktiven, positiven Bildung und Teilhabe von Jugendlichen im Medienbereich ist wichtiger denn je.

Das Fest 20 JAHRE CU Television findet am Samstag, den 11. April 2026 von 16:00 bis 20:00 Uhr im 5er Haus, Grünwaldgasse 4, 1050 Wien statt. Ab 16:00 Uhr starten Buffet, Kino + Popcorn und interaktive Stationen mit VR-Experience. Um 17:30 Uhr gibt es Begrüßung, die Preisverleihung der Instagram-Challenge und die obligatorische Geburtstagstorte. Um 18:00 Uhr sorgen MAYAA und MEDUZZA und eine DANCE SHOW für Live-Auftritte. Ab 18:45 Uhr klingt das Event mit einer Disko und interaktiven Stationen aus.

Am Mittwoch, den 15. April 2026 um 20:05 Uhr bietet die Jubiläumssendung einen Rückblick und einen Ausblick zu CU television. 155 Folgen der Sendung von Jugendlichen für Jugendliche sind übrigens aktuell in der OKTOTHEK auf www.okto.tv sowie in der OKTO TV App für iOs oder Android nach wie vor abrufbar.

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Schwere Erkrankungen treffen selten nur den oder die Betroffene – meist sind auch Angehörige tief involviert. In dieser Folge von Sterben ist das Allerletzte spricht Dr. Sylvia Brathuhn mit Rainer Simader über genau diese Menschen: jene, die pflegen, begleiten, trösten – und dabei selbst oft still leiden. Viele von ihnen finden sich plötzlich in einer Rolle wieder, die sie sich nie ausgesucht haben. Getrieben von Liebe, Verantwortung, Erwartungen – und häufig ohne jede Vorbereitung – werden sie zu „Kümmerern“ und tragen gleichzeitig viel Kummer. Sie sind oft die stillen Anwälte der Erkrankten, ständig im Einsatz, selten mit Raum für eigene Pausen.

Dr. Brathuhn richtet einen liebevollen und tief empathischen Blick auf diese oft übersehenen Unterstützer:innen und wirft dabei wichtige Fragen auf: Warum ist Selbstfürsorge nicht egoistisch, sondern ein Akt der Verantwortung – auch gegenüber dem erkrankten Menschen? Was passiert mit dem gesamten Betreuungssystem, wenn die Bedürfnisse der Angehörigen systematisch übersehen werden? Und wie lässt sich in einer Situation voller Kontrollverlust und Hilflosigkeit ein inneres Gleichgewicht bewahren? Sie fragt auch, warum Angehörige meist nur in ihrer Funktion als „Kümmerer“ wahrgenommen werden – und nicht als Menschen, die selbst Schmerz und Überforderung erleben. Und sie lädt dazu ein, genauer hinzuschauen: Was sollten wir bewundern an jenen, die trotz aller Belastung mit dem Auge der Liebe begleiten?

All das und noch viel mehr steht im Zentrum dieser berührenden Folge von Sterben ist das Allerletzte. Eine Einladung zum Hinschauen, Verstehen und Mitfühlen.

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In dieser Ausgabe spricht Martin Schenk mit Meinrad Ziegler über sein Buch "Josef Finster. Eine Recherche" (2026). Josef Finster (1900-1941) wurdein Linz geboren. Die Familie kam aus dem Salzkammergut. Seine Geschichte steht für die bis heute wenig beachteten Frauen und Männer, die als Tagelöhner in prekären Verhältnissen lebten. Das NS-Regime deportierte ihn, der in der Vergangenheit mindere Haftstrafen abgebüßt hatte, als „Berufsverbrecher“ in ein Konzentrationslager. Von dort kehrten nur wenige lebend zurück. Ihre Familien sowie die Nachkriegsgesellschaften vergaßen diese Opfer des Nationalsozialismus aus Scham und Eigennutz. Dieses Buch schildert, was seine Großnichte über ihn in Erfahrung bringen konnte.