DIGITALE GEWALT: WENN NÄHE ZUR WAFFE WIRD - Collien Monica Fernandes im Gespräch mit Barbara Blaha
Ein Gesicht, ein paar Klicks, eine KI: Mehr braucht es heute, um eine Frau digital auszuziehen, ihr Pornografie unterzuschieben oder in ihrem Namen aufzutreten. Collien Monica Fernandes erlebt seit Jahren, was das bedeutet. Über Jahre tauchen im Netz Fake-Profile von ihr auf. In ihrem Namen werden Kontakte zu Männern geknüpft, pornografische Bilder und Videos verschickt. Im Frühjahr 2026 macht Fernandes öffentlich, dass ihr damaliger Ehemann Christian Ulmen dafür verantwortlich sei. Der Fall hat eine breite Debatte über digitale sexualisierte Gewalt ausgelöst.
Im Gespräch mit Barbara Blaha geht es um eine Form von Gewalt, die technisch neu ist und doch einem uralten Muster folgt: Frauen sollen beschämt, kontrolliert und eingeschüchtert werden. Digitale Werkzeuge machen das einfacher, billiger und grenzenlos skalierbar. Was bedeutet es, wenn jemand die Identität übernimmt und den eigenen Körper zum Material macht? Warum sind Betroffene rechtlich so schlecht geschützt? Was müssen Plattformen und Politik tun?
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