Wien todernst?
Die Sendung beschäftigt sich damit, wie Wien und andere Kulturen mit Tod, Trauer und Bestattung umgehen. Ausgangspunkt ist die Beobachtung, dass der Tod in Wien nicht völlig aus dem Alltag verdrängt wird: Friedhöfe sind gepflegte, offene Orte, die oft auch wie Parks genutzt werden. Besonders in Wien verbindet sich Sterbekultur mit Tradition, Religion, Bürokratie, Melancholie und dem typischen Wiener Schmäh. Im ersten Block geht es um Sterbekultur allgemein. Dazu gehören religiöse Rituale, Abschiedsformen, Kleidung, Grabpflege, Blumen, Kerzen und der Leichenschmaus. Ein wichtiger Begriff ist die „schöne Leich“: ein würdevoller, oft feierlicher Abschied mit vielen Gästen, Blumenschmuck und anschließendem Beisammensein. Gleichzeitig verändern sich Begräbnisse heute: Musik, Kleidung und Ablauf werden persönlicher, und alternative Bestattungsformen wie Urnen-, Baum- oder Naturbestattungen werden beliebter.
Xenia Lea Hickl und Linda Arsenovic gehen diesen Fragen auf den Grund. Spoiler: Es wird nicht nur todernst.
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